Landschaft. Kunst. Ideen. Was hat das mit unseren Kindern zu tun?

Oktoberwoche. Milde, beinahe wolkenlose Herbsttage. Gleichzeitig Schulroutine, Anforderungen am laufenden Band. Unsere Jugendlichen sind mittlerweile Teil der erfolgsorientierten Welt. Das ist auch gut so. Trotzdem ist es manchmal empfehlenswert, kurz inne zu halten und etwas Unspektakuläres, aber anderes zu tun.

 

Deswegen macht sich die 4b im Rahmen des nachmittäglichen Werkunterrichts auf den Weg ins Freie. Das Ansinnen: Die Natur in der unmittelbaren Umgebung, die nicht selten als gar nichts Besonderes wahrgenommen wird, hat bei genauem Hinsehen etwas zu bieten. Farben. Formen. Ritual der jährlichen Veränderung.

 

Der Auftrag: Alles, was auf dem Boden liegt, von Bäumen und Sträuchern abgeworfen und von der Zeit und Erosion frei gespült wird, kann zum Objekt der „Kunst“ werden. In kleinen, freiwillig zusammen gewürfelten Gruppen machen sich die Mädchen und Burschen an die Arbeit: Ein Konzept entwickeln. Vorstellungen eine Form geben. Unterschiedliche Meinungen unter einen Hut bringen. Gemeinsam etwas schaffen, von dem man von Anbeginn weiß, dass es nicht von Dauer sein kann und wird. All das ist unter dem englischen Begriff „Landart“ weit verbreitet und längst anerkannter Teil der Kunstwelt. Man vermag mitunter in der Bergwelt oder sonst irgendwo in allen Teilen der Welt diese Kunstform zu Gesicht bekommen. Häufig ist sie unauffällig und kostenlos. Und es gilt wie so oft: Nur was man weiß, sieht man.

 

Zum Begriff Kunst: Wussten Claude Monet, Vincent Van Gogh, Emil Nolde, Paul Klee und viele andere Künstler im Alter von 14 Jahren bereits, dass sie später zu Weltruhm gelangen könnten? Vielleicht ahnte es mancher von ihnen, aber die Gewissheit hat man erst im Nachhinein.

 

Hier sehen Sie die „Werke“ der 4b. Spaß machte es auf jeden Fall. Ein schöner Herbstnachmittag war es außerdem. Vielleicht die Kunst, aus dem Alltag ein bisschen etwas Besonderes zu machen. Erinnerungen allemal.

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